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Sehenswürdigkeiten und Freizeit in Rio de Janeiro
 
Theater
 
Rio de Janeiro - Stadttheater Rio de Janeiro - Stadttheater
 
Das “Teatro Municipal” (Stadttheater) ist das eindrucksvollste Gebäude am Praça Floriano, im Stadtteil Cinelândia - dort sind die Oper und das Orchester der Stadt Rio de Janeiro beheimatet. Es wurde zwischen 1905 und 1909 von Francisco de Oliveira Passos errichtet, der sich von der prachtvollen Pariser Opéra Garnier inspirieren ließ. Verschiedene Marmor-Arkaden, aber auch Details in Bronze und aus Europa importierte Vitreaus schmücken das stilvolle Gebäude - der Bühnenvorhang wurde von Eliseu Visconti (1866–1944) bemalt und portraitiert insgesamt 75 berühmte Persönlichkeiten aus dem künstlerischen Bereich, wie beispielsweise Carlos Gomes, Rembrandt van Rijn und Richard Wagner. Im Untergeschoss befindet sich das mit Mosaiken ausgestattete Café do Teatro im Assírio-Saal.
 
Museen
 
Rio de Janeiro - Historisches Nationalmuseum Rio de Janeiro - Museum der modernen Kunst
 
Die Stadt beherbergt viele sehenswerte Museen. Das “Museu Chácara do Céu” zeigt Werke Pablo Picassos und anderer moderner Meister wie Henri Matisse, Amedeo Modigliani und Claude Monet.
Das “Museu Histórico Nacional” ist eines der wenigen noch erhaltenen Bauwerke des 16. Jahrhunderts. Es widmet sich der brasilianischen Geschichte und zeigt Möbel und andere Gegenstände aus der Kolonialzeit Brasiliens.
Im Stadtviertel Catete südlich vom Stadtzentrum befindet sich nahe der U-Bahnstation “Catete” das “Museu da República”.
Nicht zu vergessen ist noch das “Museu Nacional do Brasil” im nördlichen Teil der Stadt.
Das 1938 eröffnete “Museu Nacional de Belas Artes” (Nationalmuseum der Schönen Künste) im Zentrum der Stadt beherbergt eine bedeutende Sammlung brasilianischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts sowie italienischer und französischer Meister des 17. bis 19. Jahrhunderts.
Sehenswert ist auch das “Museu de Arte Moderna”, kurz “MAM”, das der bekannte brasilianische Architekt Affonso Eduardo Reidy geplant hat. Das MAM besitzt Ausstellungsstücke moderner brasilianischer Kunst und zur Geschichte des Kinos. Nach der Brandkatastrophe im Jahre 1978 konnte die Sammlung durch verschiedene Schenkungen und Ankäufe wieder aufgebaut werden. Seit 1993 befindet sich im Museum auch die Sammlung des Kunstförderers Gilberto Chateaubriand.
Im Museum der Kunstschule “Dom João VI.” befinden sich Werke und Dokumente der brasilianischen Kunstproduktion des 19. und 20. Jahrhunderts, vor allem aus Rio de Janeiro, aber auch europäische Kunst.
Das “Museu Castro Maya” beherbergt Sammlungen von Raymundo Ottoni de Castro Maya (1894–1968) in zwei Einrichtungen: im “Museu do Açude” (dekorative Künste) und im “Chácara do Céu”
 
Bauwerke
 
Rio de Janeiro - Christusstatue Rio de Janeiro - Kathedrale
 
Ein berühmtes Wahrzeichen von Rio de Janeiro ist die Christusstatue, die sich auf dem Corcovado-Berg befindet - zu erreichen mit der Corcovado Bergbahn. Die Statue ist 28 Meter hoch, steht auf einem 8 Meter hohen Sockel und wiegt 1.145 Tonnen.
Am Südende der Avenida Rio Branco im Stadtzentrum liegt die Praça Floriano, einer der eindrucksvollsten Plätze Rio de Janeiros. “Cinelândia” auf der einen Seite ist ein lebhaftes Viertel mit Cafés, Bars und Kinos. Im nördlichen Teil der Praça befindet sich das prachtvolle Teatro Municipal.
Ebenfalls an der Avenida Rio Branco stehen zwei große neuklassizistische Gebäude: die Biblioteca Nacional (eröffnet 1910) und das Museu Nacional de Belas Artes. Sehenswert ist auch das im Jugendstil errichtete Confeitaria Colombo, an der Rua Gonçalves Dias.
An der Avenida República do Chile findet man die moderne, wie ein Vulkan aus Beton aussehende Catedral Metropolitana mit einem Fassungsvermögen für 20.000 Gläubige. Nahe der neuen Kathedrale bei der “Station des Bonde”, fährt eine kleine Straßenbahn über den Aquädukt Arcos da Lapa aus dem 18. Jahrhundert durch steile Kopfsteinpflasterstraßen zum Künstlerviertel Santa Teresa.
Zahlreiche alte Kirchen und Klöster wie die Candelária-Kirche (Igreja da Candelária) sowie das Kloster São Bento (Mosteiro de São Bento) und andere Bauten aus der Kolonialzeit wie der Residenzpalast Quinta da Boa Vista stehen in starkem Kontrast zur modernen Architektur.
Im Stadtzentrum gegenüber dem würfelförmigen Petrobrás-Gebäude (Brasiliens staatlicher Erdölgesellschaft) liegt der kleine Park Largo da Carioca. Dahinter erhebt sich auf einem Hügel die einfache, weiße Igreja e Convento de Santo Antônio, die älteste und wohl schönste Kirche Rio de Janeiros. Neben dem Kloster Santo Antônio steht die mit prachtvollem Barockdekor ausgeschmückte Kirche São Francisco da Penitência.
Die Praça XV de Novembro in Ufernähe der Guanabara-Bucht war der Hauptplatz des kolonialen Rio de Janeiro; das elegante dreistöckige Bauwerk an der Südostseite ist der Paço Imperial, die erste Residenz von Johann VI. (1767–1826), König von Portugal, nachdem dieser seinen Hofstaat im Jahre 1807 nach Brasilien verlegt hatte.
Nicht weit entfernt, an der Praça Pio X befindet sich die Kirche Nossa Senhora da Candelária. Ihr prachtvolles Inneres ist gänzlich mit verschiedenfarbigem Marmor dekoriert, und Marmorengel stützen die beiden riesigen Bronzekanzeln.
 
Parks
 
Rio de Janeiro - Botanischer Garten Rio de Janeiro - Botanischer Garten
 
Die bekanntesten Parks in Rio de Janeiro sind der Botanische Garten (Jardim Botânico) und die Quinta da Boa Vista, der größte Park der Stadt. Im Stadtbezirk São Cristóvão gelegen, bietet der Park grüne Gärten, Seen sowie Sportanlagen und Spielplätze. Zu seinen Hauptattraktionen gehört insbesondere ein Zoo, der über 2.500 verschiedene Tierarten aufzuweisen hat, sowie das Nationalmuseum, das in der Kaiserzeit gegründet wurde.
Der Botanische Garten, Anfang des 19. Jahrhunderts auf Veranlassung des Prinzregenten Johann VI. angelegt, ist eine der bedeutendsten Grünflächen der Stadt. Darin gibt es mehrere Sehenswürdigkeiten, darunter das Kuhlmann-Museum, den Sitz der Gartenverwaltung, das Portal der früheren Academia Imperial de Belas Artes (Kaiserliche Akademie der Schönen Künste), die nach Zerstörung des Gebäudes von Grandjean de Montigny (1772–1850) in den 1930er-Jahren hierher verlegt wurde, sowie die frühere Schießpulverfabrik. In der Nähe befinden sich der Horto Florestal, die Baumschule, sowie der Solar da Imperatriz, das ehemalige Palais der Kaiserin (an der Estrada Dona Castorina).
 
Naturdenkmäler
 
Rio de Janeiro - Zuckerhut Rio de Janeiro - Felsen von Gávea
 
Der “Zuckerhut”, ein Wahrzeichen Rio de Janeiros, ist ein 394 Meter hoher Granitfelsen, der der Stadt auf einer Halbinsel im Atlantik, in der Guanabara-Bucht gelegen, vorgelagert ist. Er wird in Brasilien “Pão de Açúcar” (wörtlich Zuckerbrot, der portugiesische Begriff für Zuckerhut) genannt, weil er die Form desselben hat. Zudem nannten die dort lebenden Indianer den Berg Pandasuka, wobei die Portugiesen Pão de Açucar verstanden. Auf den Gipfel des Berges führt eine Drahtseilbahn (Bondinho), ihre Kabine ist rundherum aus Glas, so dass man schon während der Auffahrt den Felsen sehen kann. Der erste Streckenabschnitt der Seilbahn wurde am 27. Oktober 1912 fertiggestellt, doch erst der zweite Abschnitt, der 1913 fertig wurde, führte bis auf den Gipfel des Berges. Die steilen Drahtseile der Bahn wurden auch schon für artistische Künste benutzt. 1967 fuhr beispielsweise ein Deutscher mit einem Motorrad die Seile hinauf und im Jahre 1977 balancierte der US-amerikanische Drahtseiltänzer Steven McPeak bis zum Gipfel. 1979 war der Berg Kulisse eines Kampfes zwischen James Bond (Roger Moore) und Beißer (englisch: Jaws), gespielt von Richard Kiel, im Film “Moonraker - Streng geheim”.
Auf der südlichen Seite des Zuckerhuts befinden sich die Strände von Copacabana, Ipanema und Leblon bis hin zum Felsen von Gávea. Auf der nördlichen Seite liegt die Bucht von Guanabara mit den angrenzenden Stadtvierteln Botafogo, Flamengo, Ilha de Governador bis hin zum Hügel Dedo-de-Deus bei Teresópolis. Im Westen steht die Christusstatue auf dem Corcovado.
 
Freizeit und Erholung
 
Rio de Janeiro - Strand Rio de Janeiro - Hafen
 
Zu den nahe der Stadt gelegenen Erholungsgebieten gehören die Strände, insbesondere diejenigen von Ipanema und Copacabana, die Bergschluchten des Barra da Tijuca sowie die Inseln der Guanabara-Bucht.

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar. Quelle: Wikipedia
 

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