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Essen in Brasilien
 
Rio de Janeiro - Essen Rio de Janeiro - Essen
 
Rio de Janeiros Küche spiegelt die Einflüsse der Völker wider, die diese Stadt geprägt haben. Am Anfang waren das die Portugiesen, die ehemalige Kolonialmacht, und die Afrikaner, später auch Franzosen, Italiener und zahlreiche andere. Aus den anderen Regionen Brasiliens kommen die exotischen Fische Amazoniens, die scharfen Speisen des Nordostens und die rustikalen aus Minas Gerais, das “Churrasco“ (Spießbraten vom Holzkohlengrill) aus dem Süden des Landes, und zahlreiche andere. Heute kann man sagen, dass sich eine eigenständige brasilianische Küche entwickelt hat.
 
Durch die koloniale Besiedlung und die Sklavenhaltung wurden Lebensmittel eingeführt, die sich vor allem in großem Umfang und mit ausreichender Haltbarkeit beschaffen ließen. Daraus hat sich eine traditionelle Verbreitung vor allem von schwarzen Bohnen, Reis, Maniok sowie auch des überaus haltbaren Bacalhau für die meistverzehrten Gerichte ergeben.
 
Als das brasilianische Nationalgericht gilt die “Feijoada” aus Rio de Janeiro, ein Bohneneintopf mit Fleisch, zu dem Reis, Farofa aus Maniok und die dekorativen Orangescheibchen gereicht werden. Besondere Vorliebe genießen wie in Portugal auch die zahlreichen Zubereitungsvariationen des Bacalhau.
 
Es gibt in Restaurants drei Grundarten der Bedienung: Tellergerichte, Selbstbedienungs-Buffet, welches per Kilo abgerechnet wird, und das Churrasco / Rodízio*. Eine Churrascaria ist spezielle Art von Restaurant, besonders in Brasilien, und auch in Portugal weit verbreitet: durch die Restaurants laufen ununterbrochen Angestellte mit zahlreichen unterschiedlichen Fleischspießen, von denen Scheiben direkt auf den Teller geschnitten werden; häufig werden auch Beilagen an den Tisch gebracht. Zudem gibt es noch ein Buffet mit Salaten, Tapas, Beilagen und Nachspeisen. Da quasi im Minutentakt Personal an den Tisch kommt, wird der Teller nie leer, bis man förmlich platzt und abwinkt (häufig ist ein rotes Kärtchen vorhanden, welches man an den Teller legen kann). Gezahlt wird ein Festpreis.
 
Brasilien ist ein Land, in dem Fahrten von einer Stadt in die andere oft länger als einen Tag dauern, und so haben die Verpflegungsstationen entlang der Fernstraßen einen besonderen Stellenwert, der als überregionale kulinarische Zone zu berücksichtigen wäre.
 
* Churrasco / Rodízio-Tipps für Anfänger
 
1) Nur mikroskopische Mengen vom Vorspeisenbuffet nehmen! Sonst ist man schon satt, bevor es überhaupt losgeht.
2) Kein Baguette / Brot essen! Macht nur unnötig den Magen voll.
3) Am Anfang nicht gleich den ganzen Teller mit fünf Sorten Fleisch und drei Sorten Beilagen vollladen lassen! Ein Teil davon wird auf dem Teller kalt, und außerdem ist man nach kurzer Zeit schon satt.
4) Nicht mehr als zwei Sorten Fleisch auf den Teller! Das Fleisch ist dünn geschnitten und wird schnell kalt. Lieber immer wieder frisch gegrilltes Fleisch vom Spieß.
5) Das Personal mit den Fleischspießen und Beilagen kann nerven. Wenn man gerade nicht möchte, einfach das Kärtchen auf die rote Seite drehen.
6) Bitte bedenken: es gibt auch noch Nachtisch!
 

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